Um in diesem Umfeld an Informationen zu gelangen, reicht in aller Regel eine interne Anlaufstelle zur Meldung von Korruptionsverdachtsfällen nicht aus. Denn dieser wird in der Praxis nicht das Vertrauen in eine diskrete Behandlung entgegen gebracht, sie kann die Vertraulichkeit im Ernstfall auch überhaupt nicht gewährleisten. Denn gerade dann, wenn es etwa um die Notwendigkeit von Zeugenaussagen geht, kann sich ein unternehmensinterner Mitarbeiter als Anlaufstelle – anders als vor allem eine nicht bei dem betroffenen Unternehmen angestellte externe Rechtsanwältin -, nicht auf ein straf- oder zivilprozessuales Zeugnisverweigerungsrecht berufen. Als Vertrauensanwältin bin ich von Berufs wegen zur Verschwiegenheit verpflichtet ist.

In diesem weitgehend gesicherten Umfeld nehme ich Informationen von Hinweisgebern entgegen und sichere diesen eine umfassende Anonymität zu. Hierdurch ist es möglich, an sehr vertrauliche Informationen zu gelangen, ohne dass die Hinweisgeber aus dem Schutz ihrer Anonymität heraustreten müssen.